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NP begrüßt die Ankündigung der internationalen Koalition für Sudan

Datum: 27. März 2026

Wir begrüßen die Ankündigung der Außenminister zur Sudan-Kerngruppe im UN-Menschenrechtsrat am 26. Februar und würdigen das Engagement Großbritanniens bei diesem Vorhaben. Die Zusage, eine Koalition zur Verhinderung weiterer Gräueltaten im Sudan und zur Unterstützung des sudanesischen Volkes beim Aufbau der Grundlagen für Gerechtigkeit zu bilden, ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt in der internationalen Reaktion auf eine der verheerendsten Krisen weltweit – eine Krise, die wir alle seit Langem gemeinsam gefordert haben.

Wir teilen die kollektive Empörung über das Ausmaß des Leids, das sudanesischen Zivilisten von allen Konfliktparteien zugefügt wurde. Es erfordert dringendes, koordiniertes und nachhaltiges Handeln. Die Ergebnisse der UN-Untersuchungskommission zu El Fasher, die das ganze Grauen der 18-monatigen Belagerung durch die Rapid Support Forces und die ’Gefahr weiterer völkermörderischer Gewalt‘ offenlegen, machen deutlich, dass die Zeit für halbe Sachen vorbei ist. Das sudanesische Volk hat viel zu lange darauf gewartet, dass die internationale Gemeinschaft ihren Worten Taten folgen lässt. Wie einer unserer sudanesischen Verbündeten erklärte:, “Es wird die Verstorbenen nicht zurückbringen, aber die internationale Dynamik ist im Moment von entscheidender Bedeutung.”

Die Berliner Konferenz am 15. April, die im vierten Jahr der Krise stattfindet, bietet der Koalition die erste große Chance. Wir appellieren an Großbritannien, die Mitglieder der Koalition und die Mitveranstalter der Konferenz, dem dringenden Bedarf an Schutz der Zivilbevölkerung und Verhinderung weiterer Gräueltaten eine klare und gemeinsame Priorität einzuräumen. Dies gilt neben den notwendigen Anstrengungen, den ungehinderten Zugang für Hilfslieferungen zu gewährleisten und die Lieferung von Waffen und militärischer Unterstützung an die Kriegsparteien zu stoppen. Wir fordern die Mitglieder der Koalition dringend auf, den Kriegsparteien unmissverständlich klarzumachen, dass sie bei Nichtbeendigung der anhaltenden Gräueltaten – einschließlich weit verbreiteter sexueller Gewalt und gezielter Angriffe auf Zivilisten, humanitäre Helfer und lokale Einsatzkräfte – mit schnellen und wirksamen Konsequenzen rechnen müssen. Gleiches gilt für alle, die solche Taten unterstützen oder fördern. Die sudanesische Zivilgesellschaft und die Stimmen der Überlebenden müssen im Mittelpunkt der Gespräche in Berlin und der Arbeit der Koalition stehen und dürfen nicht nur am Rande konsultiert werden.

Aufbauend auf unserer gemeinsamen Expertise und unseren Verbindungen zur sudanesischen Zivilgesellschaft sind unsere Organisationen bereit, diese Initiative zu unterstützen. Wir hoffen, dass dies einen echten Wendepunkt markiert. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Koalition und ihren Mitgliedern, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen und entschlossene Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Verhinderung weiterer Gräueltaten im gesamten Sudan zu unterstützen.

Unterzeichner der Erklärung:

  • Bündnis für Friedensförderung
  • CSW (Christliche Solidarität weltweit)
  • CAFOD
  • Globales Zentrum für Schutzverantwortung
  • Nonviolent Peaceforce
  • PAEMA
  • Plan International UK
  • Schutzansätze
  • Raoul-Wallenberg-Zentrum für Menschenrechte
  • Humanitarian Aid Relief Trust (HART)
  • Human Rights Watch
  • Frieden führen
  • Women4Sudan

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